Innovative Reinigungsarten und Reinigungssysteme
Welche speziellen Reinigungsarten gibt es?
Ultraschall, Trockendampf, UV-C-Licht und Ozon eignen sich besonders gut zur Abtötung von Keimen, Bakterien, Pilzen, Viren und sonstigen biologischen Organismen oder Verunreinigungen. Sie durchdringen die Hülle von Mikroorganismen, zerstören wichtige Verbindungen zu deren DNA und beseitigen somit organische Verschmutzungen. Im Einzelnen hat jedes Verfahren, wie das der Laserreinigung auch, seine Stärken, die es jeweils für besondere Einsätze anbietet.
Trockendampf

Eignet sich auch für Materialien und Oberflächen, die empfindlich auf Flüssigkeiten wie Wasser oder chemische Reinigungsmittel reagieren, etwa eine mit Moos bewachsene Fassade, bei der Wasserhochdruck wegen des porösen Untergrunds des Putzes nicht angewendet werden kann. Trockendampf ist mobiler einsetzbar als Ultraschall. Trockendampf erreicht selbst Ritzen und Ecken und entfernt mit sehr wenig Wasser, hohem Druck und hoher Temperatur Schmutz- und Fettrückstände, ohne selbst Rückstände zu hinterlassen. Durch thermische Desinfektion tötet er Keime und Viren ab.
Das UV-C-Desinfektionsgerät
Ein UV-C-Desinfektionsgerät nutzt ultraviolettes Licht im C-Bereich, um Viren, Bakterien und andere Mikroorganismen auf Oberflächen und in der Luft abzutöten. Diese Methode zerstört das Erbgut der Keime und verhindert so ihre Vermehrung, wodurch es zu einer effektiven und chemiefreien Desinfektion kommt.

Laserreinigung

Entfernt Verunreinigungen wie Rost, Öl, Oxide usw. von Stahl und anderen Oberflächen durch Laserabtrag. Dabei wird entweder eine Schicht des Materials oder ein Material, das sich auf einer Oberfläche abgelagert hat, mit einem Laserstrahl beseitigt, indem Molekülbindungen aufgebrochen werden und die zu entfernende Schicht verdampft. Diese Technik erlaubt die gezielte Entfernung von Verunreinigungen mit geringer Auswirkung auf das Grundmaterial.
Ozon
Meist kombiniert mit UV-C-Licht kommt Ozon zum Einsatz. Das in höheren Konzentrationen für den Menschen schädliche Gas hilft bei der Desinfektion von schwer zugänglichen Ecken, Kanten, Nischen und Ritzen und bei der Eliminierung von Gerüchen. Durch seine chemische Eigenschaft – Ozon besteht aus drei Sauerstoffmolekülen – wirkt es anders als UV-C-Licht oxidativ und löst die Geruchsmoleküle auf. So werden Geruchsstoffe in geruchsneutrale Stoffe umgewandelt. Ebenso werden Keime und geruchsverursachende Bakterien abgetötet.

Welche fortschrittlichen Reinigungssysteme gibt es?
Osmoseverfahren
Ein praktisches, zeit- und kostensparendes Verfahren Flächen und Fenster zu säubern, die schwer zugänglich sind, bietet die Osmose-Reinigung. Mit Umkehr-Osmose behandeltes Wasser wird von nahezu allen Mineralien entfernt. Wird dieses Reinwasser unter Druck auf die zu reinigende Fläche geleitet, säubert es sie nur mit Bürsten und ganz ohne Reinigungsmittel und Chemie. Das reine Wasser saugt Schmutz, Staub und andere Partikel auf. Sämtliche Verschmutzungen werden weggespült. Hoch gelegene Fenster oder Glasfassaden können dadurch mit Teleskopstangen und Reinwasser gereinigt werden, ohne dass eine Arbeitsbühne oder ein Gerüst benötigt wird.


Ebenfalls im Nanobereich arbeitet die Plasmareinigung. Dabei werden mit atmosphärischem Plasma (ionisiertes Gas) alle vorhandenen organischen Verunreinigungen auf Oberflächen wie Metall oder Glas vollständig durch chemische Reaktion und physikalische Abtragung entfernt. Diese mikrofeine Reinigung trennt selbst kleinste Staubpartikel von der behandelten Fläche und bereitet sie so auch optimal für eine Weiterverarbeitung vor, was besonders in der Fertigungsindustrie wichtig ist. Die Art der Reinigung ist vergleichsweise nachhaltig, effizient und kostengünstig.
Nanotechnologie in der Reinigung
Es klingt wie die perfekte arbeitssparende Lösung – Oberflächen reinigen sich einfach selbst. Möglich machen das Beschichtungen mit Nanotechnologie (oder auch: Oberflächenchemie), mit denen Schmutz aktiv abgewiesen wird und die Flächen sogar langfristig geschützt werden.
Selbstreinigende Oberflächen
Für den großen Fortschritt bei selbstreinigenden Oberflächen sind zwergenkleine Teilchen verantwortlich.
Für die Gebäudereinigung können diese Zwergteilchen eine immense Hilfe sein. Sie bieten die Möglichkeit, Oberflächen mit einer unsichtbaren, hauchzarten Schicht zu überziehen, die Wasser, Öl und Schmutz einfach abperlen lässt - durch den sogenannten Lotusblüteneffekt. Diese Versiegelung, etwa bei Fliesen, Edelstahl, Holz oder auch Textilien, hält Jahre und verhindert auch längerfristig das Eindringen von Schmutz. Die Oberflächen müssen so weitaus seltener gereinigt werden.

Selbstreinigend, bakterizid, kratzfest – Nanoteilchen werden auch in immer mehr Bau- und Reinigungsprodukten eingesetzt, um entsprechende Wirkungen zu erzielen. Fassadenbeschichtungen werden so selbstreinigend, Glasoberflächen entspiegelt, Holzlacke mit Nanoteilchen schützen gegen UV-Licht.
Vor allem bei Glasflächen, Fußböden, im Sanitärbereich und beim Fassadenschutz werden nanotechnologische Reinigungsmittel genutzt – zum Sprühen oder vermischt mit Wasser. Bei Reinigungs- und Pflegemitteln mit Nanoeffekt werden unter anderem die Wirkstoffe Aluminiumoxid, Siliciumdioxid und Titandioxid als Dispersionen, Fluorcarbonharz, nanoskalige Wachsdispersionen und Silane eingesetzt.
Nanobeschichtungen und ihre Vorteile
Weit verbreitet sind bereits Nanobeschichtungen auf Basis von Titandioxid. Diese zersetzen durch ihre photokatalytischen Eigenschaften organische Verunreinigungen. Sie nutzen dafür das Licht, um chemische Prozesse auszulösen, die Verschmutzungen selbstständig entfernen. Die Einsatzgebiete von Nanobeschichtungen sind vielseitig: Solaranlagen, Großküchen, Markisen, Fassaden, Aufzüge, Türen, Bäder oder auch Textilien.
Nanoversiegelungen auf Glas beispielsweise lassen wässrige und ölige Flüssigkeiten einfach abperlen und bieten so Einsparungen an Zeit und Reinigungsmitteln von bis zu 80 Prozent. Schwer zugängliche Bereiche wie Dachfenster oder Wintergärten reinigt der Regen auf diese Weise fast von allein. Auch versiegelte Flächen in Küche und Bad lassen sich leichter sauber halten, die Keimbildung reduziert sich.
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